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Archive for Oktober 2008

… eine moderne Heilpflanze

Schon seit Menschengedenken ist das Johanniskraut (griech.: Hyperikum perforatum) mit der Sommersonnenwende verbunden. An diesem Tag, dem 21. Juni, hat die Sonne ihren höchsten Stand erreicht – es ist die kürzeste Nacht und der längste Tag im Jahr. Das Johanniskraut, so wusste man seit Alters her, ist, an diesem Tag gesammelt, am heilkräftigsten.

Doch erst die moderne Heilkunde hat die antidepressive und zentrale Wirkung von Johanniskraut wiederentdeckt. Inzwischen wurde auch klinisch gezeigt, dass man mit Johanniskraut bei Hirntumoren, Alkoholismus und nach einer Krebsbehandlung eine heilende Wirkung erzielen kann. Die Volksheilkunde nutzt Johanniskraut als Wund- und Nervenheilmittlel, zur allgemeinen Kräftigung, bei geistiger Erschöpfung, bei Blutarmut und nach schweren Krankheiten zur allgemeinen Erholung.

Die ausführlichste Beschreibung des Johanniskrauts geht auf Paracelsus vor mehr als 450 Jahren zurück. Im Johanniskraut war für Paracelsus der Wille Gottes sichtbar:

„Nichts vertreibt die Krankheit als Stärke;
drum ist die Medizin eine Stärke und eine Macht,
die alle Krankheit vertreibt.“ Paracelsus

Auch der psychoaktive Effekt war den alten Kräuterkundigen bekannt. Die Bezeichnung „Hyperikum“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „über“, „Eikon“ heißt „Bild“. Hyperikum hebt also den menschlichen Geist über die bedrohlichen inneren Bilder, über die krankhafte Einbildung hinaus. Das Johanniskraut, das wussten schon unsere Vorfahren, kann dem Menschen neue Kräfte geben durch das in seinen Blättern und Blüten gespeicherte Sonnenlicht. Paracelsus hat Johanniskraut schon gegen Melancholie, Depressionen und Hysterie eingesetzt – er nannte die psychischen Leiden „Phantasien“, wodurch „im Geiste ein anderer Geist geboren wird, von welchem der Mensch regiert wird“.

Die Homöopathie nennt Johanniskraut das Arnika der Nerven,
denn es ist eines der besten Nervenheilmittel.

Aussehen: Johanniskraut wird ca. 80 bis 100 cm groß, extrem hart und aufrecht, deshalb wird es auch Hartheu genannt. Johanniskraut lässt sich praktisch nicht abreissen – dazu ist der Stengel zu fest. Um die Wurzel beim Pflücken nicht mit herauszureissen, sollte man die Pflanze abschneiden. Am Stengel erfühlt man zwei Längskanten, andere Arten haben vier. Die Blätter sitzen ohne Stiele in gegenständiger Ordnung übereinander am Stengel. Gegen das Licht gehalten erkennt man kleine Pünktchen, die zum Namen „Hypericum Perforatum“ geführt haben.

Vorkommen: Johanniskraut liebt sonnige Waldränder, Gebüsche und lichte Wälder. Die Pflanze ist so anspruchslos, dass sie als Anzeiger für die Kargheit des Bodens und der Wiese, auf denen sie wächst, gilt.

Brauchtum: Im Mittelalter galt die Pflanze als Schutz vor Dämonen, bösen Geistern und Unwetter. Die Bauern hängten Johanniskraut in den Stall, um das Vieh zu schützen, und in der Stube hing am Fensterkreuz ein Stäußchen, um bösen Geistern den Eintritt zu verwehren. Bis ins letzte Jahrhundert war der Brauch lebendig, am Johannistag einen Kranz aus diesem Kraut auf das Dach des Hauses zu werfen, um es vor Blitzschlag zu schützen.

Verwendungsweise (innerlich): Als Tee und als Tinktur gegeben, stärkt es die Nerven und wirkt ausgleichend bei Depressionen, nervlicher Erschöpfung, Schlaflosigkeit und bei Schockzuständen. Bei all den vorgenannten Symptomen trinkt man je nach Bedarf zwei bis drei Tassen Tee oder nimmt von einer Tinktur 3 x 20 Tropfen ein. Nach einem schweren Schock – wie z.B. nach einem Unfall – ein halbes Likörgläschen der verstärkten Johanniskrauttinktur “ Hyperforat“ einnehmen.

Verwendungsweise (äusserlich) als Öl: Als Wundheilmittel und nach einem Sonnenbrand wirkt Johanniskrautöl schmerzstillend, entzündunghemmend und heilend. Es hilft bei Stich-, Quetsch- und Schürfwunden, Narbenschmerzen, Hexenschuss und Muskelzerrungen. Überall da, wo besonders viele Nervenenden verletzt sind, und bei ziehenden und reissenden Schmerzen ist Johanniskrautöl angezeigt. In einer Flasche kann man eine kleine Menge mit gutem Leinöl ansetzen, um so ein spezielles Johanniskrautöl zur Behandlung von Sonnenbrand und Brandwunden zu erhalten, da Leinöl selbst brandstillende Kräfte hat.

Zubereitung: Die bekanntese Zubereitung aus dem Johanniskraut ist das rubinrote Johanniskrautöl. Hier sammelt man die Blüten, füllt damit ein helles Schraubglas und gießt mit kaltgeschlagenem Olivenöl- oder Sonnenblumenöl auf. Es sollen keine Pflanzenteile vom Öl unbedeckt bleiben. Danach gut verschlossen halten. Drei Wochen an der Sonne stehen lassen und danach abseihen.

Hypericin in der Tumorbehandlung: Untersuchungen an der Universität von Südkalifornien haben eine Wirkung von Johanniskraut auf Krebszellen entdeckt, die Hirntumorpatienten bei der Operation entnommen worden waren. Seit längerem war schon bekannt, dass das Wachstum der besonders bösartigen Krebsgeschwülste von der Menge des Enzyms Proteikinase-C- abhängt. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass Hypericin das Wachstum der Krebszellen hemmt. Da Hypericin auch die Blut-Hirn-Schranke passiert, wurden nun erste Versuch damit gemacht,  Johanniskraut in der Behandlung von Gehirntumoren einzusetzen.

Johanniskraut contra sythetische Antidepressiva: Wie sich anlässlich eines wissenschaftlichen Symposiums herausstellte, erbrachten zahlreiche mit Johanniskraut durchgeführte Studien eine ebenso gute therapeuthische Wirkung wie die von chemischen Antidepressiva. Auch bei Alkoholabhängigkeit unterstützt die Gabe von Johanniskraut den Behandlungserfolg. Insgesamt hat Johanniskraut bei ordnungsgemäßer Einnahme noch einen klaren Vorteil: Es kommt zu keinerlei Nebenwirkungen.

Literatur: Fischer-Rizzi, Susanne: Medizin der Erde, Irisiana

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Die 20 bis 30 cm hohe Pflanze hat einen glockenförmigen, fünfzahnigen Kelch, ist dottergelb, am Schlund orangenfarben. Das Aussehen der Blüte, die mit einem altertümlichen Hohlschlüssel Ähnlichkeit hat, oder die Ähnlichkeit des ganzen Blütenstandes mit einem Schlüsselbund gab der Frühlingsblume ihren Namen. Die Blume mit ihrer einfachen Dolde verströmt einen zarten, süßen Duft, an den sich viele Menschen aus ihrer Jugendzeit erinnern.

…eine Frühjahrspflanze gegen Depressionen

Die Wiesenschlüsselblume (lateinischer Name: Primula veris) blüht in der Zeit vom Frühjahr bis zum Frühsommer – genau gesagt von Aprils bis Juni. Die Waldschlüsselblume (lat.: Primula elatior) blüht in der Zeit von März bis Mai. Beide Arten sind geschützt.

Der Heilkundige Pfarrer Kneipp war ein Freund der Schlüsselblume; man sieht ihn häufig – diese Pflanze in der Hand haltend – abgebildet. Kneipp empfahl die Schlüsselblume als Tee oder in Wein gekocht, nach Schlaganfällen oder bei Gicht. Auch Hieronymus Bock schreibt in seinem Kräuterbuch: „Man gebe es schwachen, kranken Menschen, die keine Kraft mehr haben, desgleichen denen, die der Schlag gerührt hat.“ Bei Hildegard von Bingen, Äbtissin, Heilkundige und Deutschlands erste Ärztin, lesen wir: „Dieses Kraut enthält seine Kraft überwiegend von der Kraft der Sonne. Aus diesem Grund unterdrückt es die Schwermut im Menschen. Die Melancholie macht den Menschen traurig und in seinem Benehmen unruhig, wenn sie in ihm aufsteigt, und lässt ihn Worte gegen Gott aussprechen. Das bemerken die Luftgeister und machen ihn duch ihre Einflüsterungen wahnsinnig“ – soweit die heilige Heilkundige.

Mythologie: Verschiedene Sagen und Legenden ranken sich um die Schlüsselblume – eine davon lautet: „… als dem heiligen Petrus einst die Nachricht überbracht wurde, dass Unholde sich Nachschlüssel zur Himmelstüre angefertigt hätten, fiel ihm vor Schreck ein goldenes Schlüsselbund zur Erde. Er ließ sich dieses zwar sogleich zurückholen, aber an der Stelle, wo es zur Erde gefallen war, erblühten wunderschöne Blumen, die die Form der heiligen Schlüssel angenommen hatten.“ In Tirol heißen sie daher heute noch Petrusschlüssel.

Vorkommen: Anzutreffen ist die Wiesenschlüsselblume von der Ebene bis ins Gebirgsvorland häufig auf Wiesen, in Hainen und Gebüschen. Die Waldschlüsselblume kommt vom Hügelland bis ins Gebirge in Laubwäldern und auf feuchten Wiesen vor.

Anwendungsbereiche: Der Wirkungsbereich der Schlüsselblume reicht von leichter Melancholie über Schwermut und Depressionen bis hin zur Schmerzlinderung bei Migräne, Gicht und rheumatischen Erkrankungen. Auch zur zusätzlichen Behandlung eines Schlaganfalls soll Schlüsselblumentee hilfreich sein. Hildegard von Bingen beschreibt folgende Anwendungsweise: „…daher lege dieser Mensch das Kraut auf das Fleisch und an sein Herz, damit es davon warm werde, und die Plagegeister werden weichen, weil sie die Sonnenkraft dieses Krauts verschmähen.“

Zubereitung: Als Tee zubereitet, nehme man frische Schlüsselblumen, gieße heisses Wasser darauf und lasse sie eine Viertelstunde ziehen. Wer den Tee noch etwas kräftiger in seiner Wirkungsweise wünscht, der gebe etwas Pfefferminze zu. Ausser den Bülten kann man auch Wurzel und Blätter zu einem schweißtreibenden Tee verwenden. Aus dem blühenden Kraut stellt die Naturheilkunde ihre Essenzen her: „Alle Schlüsseli sind heilsam“, sagt Pfarrer Künzle, „die auf den Bergen, in den Gärten, auf den Wiesen wachsen, die blassen, die gelben und die farbigen“. Den dunkelgelben und besonders wohlriechenden gibt er den Vorzug in der Anwendung.

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Die bis zu eineinhalb Meter hochwachsende Brennessel wächst überall wild. Die Brennessel ist eines der wichtigsten Heilmittel für das Gehirn, denn sie ist von allen Pflanzen die qualitativ beste Quelle für Eisen und Chlorophiyll und entfaltet eine besondere Wirksamkeit zur Entgiftung. Brennelsseln sind am wirksamsten als grünes Kräutergetränk oder als Presssaft. “ Von allen Kräutern vermögen sie die körperigenen magnetischen Felder und Anziehungskräfte im Gehirn am besten zu ergänzen.“ (Gordon Freeman Frazer)

Die Brennessel ist besonders gut geeignet, um Verhärtungen der Blutgefäße in allen Hirnregionen zu vermindern, sowie die Gefäße elastisch zu halten. Gehirnwirksame Bestandteile der Brennessel sind: Lezithin, Chlorophyll, Gerbstoff, Vitamine, Mineralstoffe, Kieselsäure – ein echter „Braindrink“ aus Mutter Natur.

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…als „Überlebensnahrung“

  • Gehirnaktivierender Pluspunkt beim Brennesselsaft: er enthält Lezithin und Kieselsäure.
  • Grüntee enthält Theanine, Zink und Pantothensäure als neuroaktiv wirksame Bestandteile.
  • Auffallend ist, dass der Anteil von Cholin beim grünen Gerstensaft im Vergleich zu anderen Lebensmitteln besonders hoch ist.
  • Die Grünen Pflanzensäfte Brennessel, Artischocke oder Löwenzahn sollten für besten Erfolg abwechselnd morgens nüchtern und/oder auch ergänzend mit Kartoffel- und Tomatensaft jeweils vor den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Algen: enthalten viel Beta-Carotin und Vitamin B12/hoher Biophotenenanteil.

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Algen

Was die modernsten Analyseverfahren erst jetzt offenbaren, scheinen die alten Hochkulturen vor Jahrhunderten bereits entdeckt zu haben. So stand bei den Azteken die Spirula-Alge in hohem Kurs – nach Berichten spanischer Eroberer schrieben die Indianer Mittelamerikas dem „tecuitlatl“ (einem blaugrünen Algenkuchen) aussergewöhnlich stärkende Eigenschaten zu. Während bislang Paprika und Karotten als Hauptträger des Beta-Carotins galten, übertrifft es Spirula mit 1.700 mg pro Kilo um rund das 14fache, was Computer-und Fernsehfreaks interessieren dürfte. Der hohe Vitamin B12-Gehalt ist für die Blutbildung wichtig. Insgesamt bescheinigen Biophotonen-Analysen den Spirula-Algen eine hohe energetische Qualtität (siehe nachfolgende Graphik).

Die Graphik zeigt das Ergebnis einer Biophotoren-Analyse verschiedener Mikroalgen und Gräser:

Messungen zeigen, dass die Mikroalge aussergewöhnlich viele Biophotonen abstrahlt – Kennzeichen für die hohe energetische Qualität eines Lebensmittels.

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In den letzten 30 Jahren erhielten mehr als 15 Neurowissenschaftler einen Nobelpreis, der amerikanische Präsident erklärte die 90er Jahre zum „Jahrzehnt des Gehirns“ und mehr denn je interessieren sich die Medien für das „3-Pfund-Universum“, das die menschliche Natur ausmacht. Viele der neuesten Erkenntnisse stützen die Annahme, dass der Mensch ein multiples Wesen ist, eine einzigartige Kombination aus rechtem und linken Gehirn, aus einem emotionalen, unterschwellligen und bewussten Anteil – ja sogar so etwas wie ein werdender Prozess, auf dem Weg, sein verlorengegangenes Potential wiederzuentdecken.
Und bei allem kognitiven Gewinn zeigt sich: dass „Phantasie wichtiger ist als Wissen“. Das sagte schon ein ebenso rationaler wie kreativer Geist: nämlich Albert Einstein. Seine Formel von Intelligenz heisst: IQ. = EQ. + PQ. Über Phantasie weiß drum auch eine grosse Zeitschrift zu berichten … womit wir also wieder beim neuronalen Zeitgeist wären.
IQ. = Intelligenzquotient
EQ. = Emotionsquotient
PQ. = Phantasiequotient

Das neue Gehirn



Aus dem Inhalt:

Modelle des Gehirns
Die Programmierbarkeit

Das biochemische Gehirn
Das Suchtentstehungsmodell
Biofeedback und Selbstheilung
Psychoneuroimmunologie
Gehirnstimulantien und Langlebigkeitssubstanzen

Das ernährte Gehirn
Wie man sein Gehirn »salzt«

Das motorische Gehirn

Das sehende Gehirn
Die heilende Wirkung von Licht und Farben

Das hörende Gehirn
Die Wellen unseres Bewußtseins – Tiefenentspannung

Das schwingende Gehirn
Warum funktioniert eine »Programmierung des Gehirns«?

Das erkennende und lernende Gehirn
Geschlechtsspezifische Unterschiede im Gehirn?
Der Umgang mit Wissen, Daten und Kommunikation – moderne Lerntechniken

Das bewußte Gehirn
Die Evolution des Bewußtseins – Vom Sucher zum Forscher

Das kreative Gehirn
Intelligenz und Kreativität

Das soziale Gehirn
Die Praxis der Kommunikationsstrategie

Neue Modelle des Geistes
Evolution der Intelligenz
Cyberspace – vom stimulierten Gehirn zur simulierten Umwelt

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Studien ergaben, dass elektromagnetische Felder, die im Kopfbereich wirken, während der Nachtruhe die Melatoninausschüttung beeinträchtigen. So hat die Internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung /IGEF) in Rosenheim 200 Frauen untersucht, die unter unerklärlichen Störungen des Hormonsystems litten. Bei 152 der Betroffenen wurden überdurchschnittlich starke elektromagnetische Einflüsse im Schlafbereich festgestellt. In nahezu allen Fällen verschwanden die Hormonstörungen und der Melatoninspiegel normalisierte sich innerhalb weniger Tage, nachdem die verursachenden Felder wegfielen und sobald die Testperson in ein anderes Haus zog.

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