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Archive for the ‘Bewegung’ Category

Drehübung zur Innenohrstimulation und Körper-Geist-Integration Körperübung

Beachte:

  • Viele Menschen gehen anfänglich mit zuviel Ehrgeiz an eine sportliche Übung heran und brechen diese dann vorzeitig ab oder halten sich für ungeeignet. Gerade älteren Menschen, deren Innenohr nicht mehr so flexibel ist, kann zu schnelles Drehen anfänglich eher schaden als nützen. Langsame Steigerung ist mehr.

Drehen Sie sich von links nach rechts im Kreis herum. Halten Sie während der Drehübung den Blick auf einen Ihrer Daumen gerichtet. Es wird bei dieser Übung stets empfohlen, mit einigen wenigen „Drehrunden“ anzufangen, sich aber nach einiger Zeit auf 30 bis 33 Umdrehungen zu steigern. Die Geschwindigkeit des Drehens bestimmen ausschließlich Sie selbst! Versuchen Sie hierbei – wenn Sie noch ungeübt sind – nicht zu schnell zu werden, damit es Ihnen nicht schlecht wird.

Wenn Sie mit dem Drehen fertig sind – ganz gleich wie häufig Sie sich gedreht haben – bringen Sie Ihre Handflächen etwa in Brusthöhe vor Ihrem Körper zusammen. Pressen Sie die Handflächen fest zu- sammen und halten Sie die Balance, indem Sie Ihre Füße etwa schulterbreit auseinanderstellen. Hierbei ist es wichtig, ein „festverankertes Gefühl“ zu bekommen und gleichzeitig noch das Drehen in sich zu spüren .

  • Die Übung (mit den 30-33 Drehungen) sollte für einen optimalen Erfolg  dreimal am Tag ausgeführt werden. Diese insgesamt 90 bis 99 Umdrehungen bedeuten ein optimales Training für das vestibuläre Organ und das gesamte Nervensystem.

Der Gleichgewichts-Übungstest

Als schnellster Fitneß-Test der Welt gilt eine Standübung, die vor Jahren amerikanische Wissenschaftler in Houston entwickelten. Dabei geht es darum, das Gleichgewicht während dieser Standübung zu überprüfen und dabei gleichzeitig das Vestibularorgan (das Innenohr) zu trainieren.

Das Vestibularorgan:

  • In dem für den Gleichgewichtssinn zuständigen Vestibularorgan befinden sich kleinste Härchen und Blutgefäße, die es zu hegen und zu pflegen gilt. einfach indem wir uns bewegen, d.h. wenn wir uns genügend „schwerelos bewegen“, wie Kinder Purzelbäume schlagen, schaukeln oder entsprechende Sportarten – Trampolin u.a. – ausüben. Aber auch bestimmte Hochfrequenzmusik hält das Gleichgewichtsorgan flexibel und gut durchblutet.

Durchführung: Stellen Sie sich bequem hin, lassen Sie die Arme locker herunterhängen, schließen Sie die Augen und heben ein Bein gestreckt leicht vom Boden an. Falls Sie das auf-einem- Bein-stehen nicht öfter geübt haben, werden Sie bald anfangen zu schwanken. Wenn Sie diese Übung öfter trainieren oder Sie öfter Sport treiben, sollten Sie es bis 30 Sekunden schaffen.

Wenn Sie länger als 30 Sekunden auf einem Bein stehen können, sind Sie in ausgezeichneter Form. Gratulation!

Anmerkung:

  • Falls wir zuviel Alkohol, aber auch zuviel Kaffee getrunken haben, kann das Gleichgewichtsorgan durcheinandergebracht sein. Sie werden auch merken, daß Sie den Test länger durchhalten, wenn Sie ausgeruht sind. Streß beeinflußt ebenfalls das Testergebnis.
Aus Gehirn & Gesundheit Mai 1996
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Das Wort Eutonie kommt aus dem griechischen:

eu = wohl, gut, harmonisch; tonos = Spannung.

Die Eutonie wurde erstmals 1959 nach langjähriger Entwicklungsarbeit der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Begründerin der Eutonie ist die schwedische Physiotherapeutin Gerda Alexander (1908-1994).

Bei der Eutonie spielt mehr der Kontakt mit der Umwelt über die Haut eine große Rolle; weniger die Beobachtung.

Ziel der Eutonie ist es, ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Anspannung und Loslassen zu finden, um eine maximale Elastizität der Muskelkraft zu erreichen, sowie die Entwicklung der Sensibilität und Wahrnehmungsfähigkeit des Körpers. Ebenso hilft Eutonie auch bei Ängsten, Schlaflosigkeit, Stress und Depressionen.

Die Übungsweisen der Eutonie sind verschieden. Zum einen erfährt man über die Berührung mit der Haut die eigenen Grenzen des Körpers, entwickelt Sensibilität und stimuliert die Haut.

Andererseits kann man auch den Körper von innen kennenlernen, ein Gefühl für Muskulatur und Knochen entwickeln und dadurch den eigenen Körper beleben.

Eine weitere Übungsweise ist der Kontakt zur “Außenwelt” um die Auswirkungen des eigenen Handelns zu erkennen.

Die Fortbewegung im Raum hilft durch die Lösung von eingefahrenen Haltungsfehlern in der Bewegungsmuskulatur die Reaktionsfähigkeit oder die eigenen Bewegungsabläufe zu verbessern, was auch zur Selbstbewusstseinsförderung beiträgt.

Diese Methode erfordert eine mehrjährige Ausbildung und ist kaum geeignet sich in Fitnesskursen als eigenständige Einheit durchzusetzen, jedoch lassen sich einzelne, leicht durchführ- und nachvollziehbare Übungen in einen Entspannungskurs oder in eine Entspannungsphase einbauen:

Eine sehr schöne und leichte Übung im Stehen ist z.B. die sanfte Massage des Rückens mit zwei Igelbällen an einer Wand. Dabei stellt man sich rücklings zur Wand, dazwischen die beiden Igelbälle geklemmt (oder auch nur einen Ball für das erstmalige Üben), und rollt durch in die Knie gehen und wieder Aufrichten die Massagebälle an der Wirbelsäule entlang hoch und runter.

Eine weitere Übung im Liegen wäre beispielsweise:

Seitlage einnehmen, der obere Arm wird im 90°-Winkel vor der Brust lang ausgestreckt und abgelegt (Handfläche zeigt zum Boden), und ein Igelball unter die Hand bzw. das Handgelenk gelegt.

Nun nur durch die Bewegung im Schultergürtel langsam einmal nach vorne und einmal nach hinten kippen und dies wiederholen. (Die Seitlage wird während der Übungsausführung beibehalten – die “Boden“-Schulter behält ihren Kontakt zur Matte, die obere Schulter bewegt sich während der Übungsausführung nie bis auf den Boden!). Durch diese Schaukel-Bewegung wandert der Ball vom Handgelenk zum Unterarm und wieder zurück. Auf diese verschiedenen Berührungspunkte sollte die Konzentration gelenkt werden.

Genauso kann man auch in der Partnerarbeit mit den Igelbällen den Rücken der am Boden liegenden Person links und rechts der Wirbelsäule durch Auf- und Abrollen massieren.

Vorteilhaft bei diesen Übungen aus der Eutonie ist es, wenn zuvor bereits eine Entspannungsfördernde Einleitung stattfand, da dadurch die Konzentration auf den Körper, die Bewegungsabläufe und die Berührungen mit der Haut erleichtert wird.

Wichtig ist auch eine entspannende Atmosphäre, vorherige Übungs-demonstration des Kursleiters und ausreichend Zeit für alleiniges Üben und Erspüren für die Teilnehmer.

Weitere Quellen zu diesem Thema:

“Eutonie. Ein Weg der körperlichen Selbsterfahrung” von Alexander, G., Kösel 1989

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Klassisches Wandern, sei es mit Gamsbart am Hut und mit Stock sowie das zu uns aus den USA gelangte „Walking“, können gleichermaßen körperliche Gesundheit und seelische Fitneß schenken. Bezüglich des sportlichen Anspruchs und der gesundheitlichen Begleiteffekte, steht das klassische Wandern dem Walking nicht nach. Ausserdem verweisen Mediziner auf den „Psychohygiene-Effekt“ des Wanderns.
Dass zügiges Wandern nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Fitneß erhöht, wurde durch eine Studie des schwedischen Wissenschaftlers Peter Hassmen bewiesen.
Studiendesign: für die Untersuchung wanderten 15 Frauen insgesamt drei Monate lang mindestens dreimal die Woche für jeweils 20 Minuten. Die körperliche Belastung bewegte sich in einem Bereich, der einem vorgegebenen und „standardisierten Grad von Erschöpfung“ entsprach. Für die Auswertung wurden die Wanderinnen einer „jüngeren“ (55 bis 65 Jahre) und einer älteren (66 bis 75 Jahre) Gruppe herangezogen. Als Kontrollgruppe dienten zwei altersgleich zusammengesetzte Kollektive, deren Teilnehmerinnen lediglich „Denksport“ betrieben.
Sportmediziner rückten die „emotionale Aufhellung“ als den eigentlichen Wirkmechanismus des Wanderns in den Mittelpunkt. Die langandauernde Belastung lässt im Gehirn körpereigene Drogen freisetzen, die den Wanderer nach einiger Zeit die Belastung weniger spüren lässt. Er fühlt sich vielmehr gelöst und entspannt.
Zuletzt ist auch ein Aspekt nicht ohne Belang – der des schönen Anblicks! Gehirnwellenmuster des EEG zeigten beim Anblick schöner Landschaften ein verstärktes Auftreten von Alpha-Wellen, die psychische Entspannung signalisieren. Die Bewegung muss also draußen stattfinden, in der Natur. Ein Training in der Halle, das genauso intensiv sein mag, hat diesen „psychosomatischen Effekt“ nicht.
Anmerkung: Auch in Deutschland hat sich Walking zur Fitneßwelle entwickelt. Der überbetonte Armeinsatz kann auch einen bislang durch den Büroalltag geschwächten Rücken kräftigen – zussätzliche Hangewichte unterstützen diesen Effekt.

Bei Kurzzeit-Gedächtnis-Tests schnitten die Frauen der Wandergurppe signifikant besser als die der Kontrollgruppe ab. Die Studienergenisse zeigten insgesamt dass eine moderate Dauerbelastung wie das Wandern neben der körperlichen auch die geistige Leistung verbessern kann.

Fazit:
Gute Laune und ein ebensolches Gedächtnis lassen sich leicht erwandern. Der meist fatale Griff zu Seelenpille lässt sich durch die richtige Bewegung in der freien Natur ersetzen.

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