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Klassisches Wandern, sei es mit Gamsbart am Hut und mit Stock sowie das zu uns aus den USA gelangte „Walking“, können gleichermaßen körperliche Gesundheit und seelische Fitneß schenken. Bezüglich des sportlichen Anspruchs und der gesundheitlichen Begleiteffekte, steht das klassische Wandern dem Walking nicht nach. Ausserdem verweisen Mediziner auf den „Psychohygiene-Effekt“ des Wanderns.
Dass zügiges Wandern nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Fitneß erhöht, wurde durch eine Studie des schwedischen Wissenschaftlers Peter Hassmen bewiesen.
Studiendesign: für die Untersuchung wanderten 15 Frauen insgesamt drei Monate lang mindestens dreimal die Woche für jeweils 20 Minuten. Die körperliche Belastung bewegte sich in einem Bereich, der einem vorgegebenen und „standardisierten Grad von Erschöpfung“ entsprach. Für die Auswertung wurden die Wanderinnen einer „jüngeren“ (55 bis 65 Jahre) und einer älteren (66 bis 75 Jahre) Gruppe herangezogen. Als Kontrollgruppe dienten zwei altersgleich zusammengesetzte Kollektive, deren Teilnehmerinnen lediglich „Denksport“ betrieben.
Sportmediziner rückten die „emotionale Aufhellung“ als den eigentlichen Wirkmechanismus des Wanderns in den Mittelpunkt. Die langandauernde Belastung lässt im Gehirn körpereigene Drogen freisetzen, die den Wanderer nach einiger Zeit die Belastung weniger spüren lässt. Er fühlt sich vielmehr gelöst und entspannt.
Zuletzt ist auch ein Aspekt nicht ohne Belang – der des schönen Anblicks! Gehirnwellenmuster des EEG zeigten beim Anblick schöner Landschaften ein verstärktes Auftreten von Alpha-Wellen, die psychische Entspannung signalisieren. Die Bewegung muss also draußen stattfinden, in der Natur. Ein Training in der Halle, das genauso intensiv sein mag, hat diesen „psychosomatischen Effekt“ nicht.
Anmerkung: Auch in Deutschland hat sich Walking zur Fitneßwelle entwickelt. Der überbetonte Armeinsatz kann auch einen bislang durch den Büroalltag geschwächten Rücken kräftigen – zussätzliche Hangewichte unterstützen diesen Effekt.

Bei Kurzzeit-Gedächtnis-Tests schnitten die Frauen der Wandergurppe signifikant besser als die der Kontrollgruppe ab. Die Studienergenisse zeigten insgesamt dass eine moderate Dauerbelastung wie das Wandern neben der körperlichen auch die geistige Leistung verbessern kann.

Fazit:
Gute Laune und ein ebensolches Gedächtnis lassen sich leicht erwandern. Der meist fatale Griff zu Seelenpille lässt sich durch die richtige Bewegung in der freien Natur ersetzen.

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